Die Kirschessigfliege, Drosophila suzukii, ist ein polyphager Schädling, der alle weichfleischigen Obstarten und alle Weinsorten befällt.

Von seiner ursprünglichen Heimat Südostasien wurde er erstmals 2009 in Italien (Trentino) und in Spanien festgestellt; in Südtirol wurde er erstmals 2010 nachgewiesen.

Mit Fallensystemen auf Basis von Sexuallockstoffen kann das massenhafte Auftreten der Schädlinge sehr gut begrenzt werden.

Kompaktinfos unserer Biofalle:

Wirkfläche: 90m²

Wirkdauer des Lockstoffs: 3 Wochen 

Kirschessigfliege

Wirtspflanzen

Die Kirschessigfliege hat einen großen Wirtspflanzenkreis, der sich aufgrund einer schnellen Anpassungsfähigkeit durchaus noch erweitern könnte. Sie befällt dünnschalige, weichfleischige Früchte von Kulturpflanzen und Wildobst (Süßkirsche, Pfirsich, Pflaume, Marille, Heidelbeere, Himbeere, Brombeere, Erdbeere, aber auch bei Kiwi, Kaki, Feige und Trauben, z.T. auch Äpfel).

Biologie

Die adulten Tiere sind ca. 2-3 mm groß, haben rote Augen und eine gelb-bräunliche Körperzeichnung. Die Weibchen ähneln weitgehend heimischen Essigfliegen; leichter zu erkennen sind die Männchen der Kirschessigfliege, da sie je einen dunklen Fleck auf den Flügeln besitzen. Während die meisten Essigfliegen-Arten keine Schadorganismen sind, weil sie nur überreifes, herabgefallenes und verfaulendes Obst befallen, können die Weibchen der Kirschessigfliege mit ihrem Raspelapparat die intakte Fruchthaut reifender Früchte durchdringen und ihre Eier ablegen. Durchschnittlich werden 2-3 Eier abgelegt. Insgesamt kann ein Weibchen etwa 400 Eier legen. Bereits nach einem Tag schlüpfen die Larven (Maden) und beginnen im Inneren der Frucht zu fressen. Die Verpuppung kann in der Frucht oder im Boden stattfinden. Innerhalb von 8- 14 Tagen ist die Vollendung einer Generation möglich. Unter günstigen klimatischen Bedingungen können so bis zu 13 Generationen pro Jahr auftreten. Die Überwinterung erfolgt als adulte Fliege an geschützten Orten.

Verschleppung und Ausbreitung

Über große Distanzen erfolgt die Verschleppung durch befallene Früchte. Schon wenige Exemplare genügen, um innerhalb kürzester Zeit unter günstigen klimatischen Bedingungen hohe Populationsdichten aufzubauen. Zusammenhängende Obstbaugebiete können daher nach erfolgter Einschleppung sehr schnell durch natürliche Ausbreitung besiedelt werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Abgefallene Früchte dienen als Nahrungsquelle und ermöglichen die vollständige Entwicklung von Eiern und Larven und somit für die massenhafte Vermehrung der Fliegen. Als vorbeugende Bekämpfungsmaßnahme sollten daher alle Früchte von der Anbaufläche entfernt werden.

Schadbild

Äußerlich sind an den Früchten Einstiche und eingefallene weiche Flecke zu erkennen. In der Folge kommt es zu Fäule durch pilzliche oder bakterielle Schaderreger.