Die Marmorierte Baumwanze (Halymorpha halys) stammt ursprünglich aus Ostasien.
Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Schädling in die USA eingeschleppt. In Südtirol wurde sie erstmals im Jahr 2016 nachgewiesen.
Der Schädling saugt an Blättern und Früchten von über 300 Pflanzenarten und kann in der Landwirtschaft große Schäden verursachen.
Mit Fallensystemen auf Basis von Sexuallockstoffen kann das massenhafte Auftreten der Schädlinge sehr gut begrenzt werden.
Kompaktinfos unserer Biofalle:
Wirkfläche: 2000
Wirkdauer des Lockstoffs: 12 Wochenm²
Aussehen
Die Marmorierte Baumwanze gehört zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae), die auch als „Stinkwanzen“ bekannt sind.
Typisch für die Marmorierten Baumwanzen ist eine Reihe von 4-5 hellen Punkten hinter dem Halsschild. Die transparente Flügeldecke ist mit Strichen durchzogen. Der Kopf ist vorne flach abgerundet, versehen mit 2 leichten Ecken.
Biologie
In kälteren Gebieten entwickelt die Marmorierte Baumwanze nur eine Generation pro Jahr, während sie in subtropischen Zonen bis zu sechs Generationen entwickeln kann.
Bei steigenden Temperaturen im Frühjahr werden die Baumwanzen aktiv und beginnen mit der Nahrungssuche.
In der Zeit von Juni bis August legen die Weibchen zwischen 50 und 150 Eier in mehreren Gelegen auf der Unterseite der Blätter ab. Während ihrer Entwicklung durchlaufen die Larven fünf Stadien und saugen an den Blättern Pflanzensaft. Ab September finden sich die Wanzen in Gruppen zusammen und suchen Ritzen und Spalten für die Überwinterung.
Schadbild
Die Marmorierte Baumwanze verursacht Schäden an verschiedenen Obstarten, Beeren, Reben und Gemüse. Angestochene Früchte und Gemüse entwickeln Flecken und Nekrosen.
Durch die Saugtätigkeit der Larven sind an Äpfeln dunkle, eingefallene Stellen sichtbar. Beim Gemüse, wie beispielsweise bei Paprika oder Tomate, hellt sich das angestochene Gewebe auf, erscheint weiß und schwammig.
Werden Früchte bereits in ihrer frühen Entwicklungsphase von der Marmorierten Baumwanze angestochen, verwachsen die beschädigten Stellen und verformen sich. An den Blättern bilden sich sind infolge der Saugtätigkeit helle Flecken.
Wirtspflanzen
Der Wirtspflanzenkreis umfasst rund 300 Pflanzenarten; dazu gehören, neben den verschiedenen Obstarten, wie Apfel, Birne, Zwetschge, Pfirsich und Aprikose, auch die Ackerfrüchte Mais, Soja und Bohnen. Weitere Wirtspflanzen sind Tomaten, Paprika, Ahorn, Eiche, Rosen und Eschen.
