Stauden sind bunt und vielfältig

All die Pflanzen welche wir dem Sammelsurium der Stauden zuordnen, sind die Schatztruhe einer jeden Gärtner*in. Ob als zierliche Gewächse im Steingarten, oder als blühende Begleit- und Randbepflanzung zu Gehölzen, ob als dominierende Pflanze im Cottage-Garten, oder als imposante strukturbildende Solitärpflanzung, – das äußerst vielfältige Staudensortiment ist um Verwendungsmöglichkeiten nicht verlegen.

Stauden sind mehrjährig und winterhart

Mit dem Begriff der Staude macht uns unsere Umgangssprache Schwierigkeiten; in dieser versteht man unter Stauden i.d.R. Sträucher, also ausladend und mehrtriebig wachsende Gehölze. Unter dem botanischen Ausdruck Staude versteht man aber krautige, nicht verholzende, mehrjährige Pflanzen. Diese Pflanzen sterben über Winter oberirdisch ab, während der Wurzelstock lebendig bleibt, um im Frühjahr jährlich neu zum Leben zu erwachen. Dieses ambivalente Spiel zwischen Leben und scheinbarem Tod ist wohl jene faszinierende Eigenschaft, welche dieser Pflanzengruppe eine fast unverzichtbare Daseinsberechtigung in jedem Garten zugesteht.

Stauden sind Bienen- und Insektenfreunde

Stauden sind durch ihren weitgehenden Wildpflanzen-Charakter beste Bienen- und Insektenfreunde. Durch ihre naturbelassenen Blüten, welche alle Geschlechtsteile, also Fruchtknoten und Pollensäcke in sich tragen, sind all jene Organe vorhanden, welche Bienen und Insekten als Nahrungsquelle dienen: die Nektar spendenden Nektarien, und die Pollen tragenden Staubgefäße. Ein staudenreicher, naturnaher Garten ist ein Biotop für Bienen und Insekten.