Gut für die Umwelt – Meist bestehen Blumenerden vor allem aus Torf. Umweltbewusste Gärtner-innen suchen Alternativen.

Torf als Bestandteil von Blumen- und Gartenerden galt lange Zeit als nicht hinterfragter Humusspender und Bodenhilfsstoff; grundsätzlich stimmt das auch: Torf ist ein hervorragender Dauerhumusspender, und relativ leicht für Bodenkorrekturen, und -verbesserungen zu handhaben. Einzig der ökologisch problematische Torfabbau ist fragwürdig und berechtigt das Denken um bessere Alternativen. Torfabbau führt zur Zerstörung ökologisch wertvoller Lebensräume, und schadet zudem dem Klima: Torf – eine Vorstufe von Kohle, wird durch die Freilegung zersetzt, wodurch viel Kohlendioxid freisetzt wird.

Mittlerweile wird die Diskussion um die Torfverwendung im Gartenbau auf einer breiten Ebene geführt, und auf Anbieterseite sind gute, anderweitige Lösungen erarbeitet worden. Viele Hersteller bieten torfreduzierte, oder torffreie Erden an, die ökologisch weniger bedenklich ist. In der Regel sind dies Mischungen von organischen Materialien wie Rindenhumus, Grünschnittkompost, Holz- oder Kokosfasern, und mineralischen Bestandteilen wie Lavagranulat, Sand oder Ton.

Gärtnern ohne Torf
Aufgrund der gegenüber Torf stärkeren Stickstoffbindung ist es wichtig auf stickstoffbetonte Vorrats- oder Nachdüngung zu achten, zum Beispiel mit Hornspänen, Schafwolle oder angesagten Dünger-Mischungen.

Des Weiteren speichern torffreie oder torfreduzierte Erden weniger Wasser, was in der Gieß-Praxis zu berücksichtigen ist: ein eher häufiges Gießen ist ratsam, wobei natürlich ein Übergießen vermieden werden soll.

Wie aber erspürt man den richtigen Gießzeitpunkt?
Durch das Anheben der Gefäße (ist natürlich nur bei kleineren Gefäßen möglich): Ist es schwer, dann ist die Erde noch wassergesättigt, ist es aber leicht so ist ein Gießen sinnvoll. Mit etwas Übung ist auch die Fingerprobe hilfreich: man steckt den Finger in die Erde und erspürt die Feuchtigkeit und den Wasserbedarf.

Auf alle Fälle ist ein Übergießen und Staunässe zu vermeiden; Wurzelfäulnis und Krankheiten sind die Folge!

Was ist sonst noch anders?
Torffreie Erden lassen sich nur kurz lagern, weil sie mikrobiell aktiv sind. Also nur den kurzfristigen Bedarf kaufen.

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