Vierblättriger Klee steht für Glück und wird vorwiegend zum Jahreswechsel verschenkt: Doch warum? Legenden, Fabeln, Mythen ranken sich seit Jahrhunderten um den Klee.

Schon Eva soll bei der Vertreibung aus dem Paradies ein vierblättriges Kleeblatt als Erinnerung an die sorglose Vergangenheit mitgenommen haben. Die Vierblättrigkeit gilt als Sinnbild des Glücks und der Ausgeglichenheit. Bei den Kelten konnte Klee je nach Bedarf Zauber abwehren oder dem Besitzer selbst magische Kräfte in Form von hellseherischen Fähigkeiten verleihen. Ein vierteiliges Blatt soll ihnen Symbol für die vier Himmelsrichtungen gewesen sein und die Verbindung der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft dargestellt haben.

Er galt ihnen als Talisman gegen böse Geister, und in einer keltischen Sage ist er eine der Ingredienzien für einen Zaubertrank. Als Kinder haben wir vielleicht unser Glück auf heimatlichen Wiesen mit der Suche nach einem vierblättrigen Kleeblatt versucht; die Chance hierbei ist relativ klein. Laut Angaben von Botanikern ist diese ca. 1:1000; ein vierblättriges Kleeblatt ist sozusagen ein genetischer Unglücksfall, eine Mutation, oder anders ausgedrückt ein zufälliges Siel der Natur.

Es geht aber auch einfacher: Ein mittelamerikanischer Verwandter unserer heimischen KleeArten ist von Haus aus vierblättrig und wird in Gärtnereien, eben als Glücksbringer kultiviert. Botanisch korrekt ist diese Pflanze ein Sauerklee mit zwei wissenschaftlichen Namen. Oxalis
tetraphylla nennen ihn die einen, während die anderen ihn Oxalis deppei nennen.