Ein Garten, sei es am Balkon oder auf der Terrasse, – oder eben ein richtiger Garten vor der Haustüre, ist ein Spiel, – ein Tanz mit Pflanzen, mit ihren Blüten, Farben, Düften, Blatttexturen, mit dem Habitus und dem Entwicklungsverhalten des Lebewesens Pflanze. Dieses Spiel bietet vielfache Möglichkeiten deren Umsetzung letztendlich ein Spiegel des gestaltenden Gärtners ist. Vielfach besteht der Wunsch nach einem möglichst immer blühenden Garten, – wenn möglich mit mehrjährigen, winterharten Pflanzen. Dieses Ziel lässt sich mit guter Pflanzenkenntnis und kreativen Pflanzenkombinationen auch annähernd erreichen. Das Frühjahr stellt bei dieser Aufgabenstellung wohl die kleinsten Herausforderungen, das restliche Jahr bedarf aber sehr wohl einer durchdachten Herangehensweise.

Zu nennen ist hier sicherlich der im Meraner Raum viel verwendete Affenrutschbaum, Lagerstroemia indica, mit seiner wahrhaft beeindruckenden Blütenfülle, und natürlich die Hortensien-Hydrangea-Arten mit ihren ungemein dankbar-haltbaren Blütenbällen.

Hier aber seien 2 eher unbekannte, etwas zierlichere, in ihrem pflanzlichen Reiz aber höchst ebenbürtige Gehölze vorgestellt:

Elsholtzia stauntonii, der Chinesische Gewürzstrauch (oben abgebildet) begeistert neben seiner Blüte durch sein bodenständiges, harziges Aroma welches bei jeder Berührung und jedem Windhauch unsere Geruchssinne entfesselt.

Dieser Strauch bietet sich bestens zum Füllen des spätsommerlichen Blühfensters im Garten an. Ein aufrecht wachsender, leicht verholzender Halbstrauch, der recht spät im Jahr, von August bis Oktober durch seine wunderschönen hell-purpur-farbenen Blüten überzeugt, später dann durch seine attraktive Herbstfärbung. Alle Teile des Chinesischen Gewürzstrauches sind zum Herbst hin aromatisch duftend und können zu wohlschmeckenden Tees zubereitet oder auch als Küchengewürz genutzt werden. Bestens fügt sich der Chinesische Gewürzstrauch in mediterrane Gestaltungen, mag er’s doch vollsonnig und eher trocken. Über Winter frieren die oberirdischen Pflanzenteile meist zurück, – die Pflanze treibt aber problemlos aus der Basis aus; ohnehin ist ein jährlicher Rückschnitt bis zum Boden sinnvoll, da sich hierdurch der Pflanzenaufbau besser in Form hält.

Wie für viele andere Pflanzen geht der botanische Name des Chinesischen Gewürzstrauchs auf einen Botaniker zurück; der deutsche Botaniker Elsholtz ist der Namensvater für eine ganze Reihe an Arten der Gattung Elsholtzia, die überwiegend in Asien „beheimatet“ sind.

Unser zweites Pflanzen-Portrait ist der Schmetterlingsblüte, Indigofera heterantha gewidmet.

Schmetterlingsblüte

Der Indigostrauch, wie diese Pflanze auch genannt wird, bildet ebenso einen verholzenden Strauch. Die Höhe bleibt begrenzt und wird über ‚Mannshoch‘ kaum hinausgehen. Außerdem kann der Indigostrauch durch regelmäßigen Schnitt klein gehalten werden. Er stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Gebiet und ist daher sehr kälteresistent. Der Himalaya-Indigostrauch wirkt zart und luftig. Seine zarten rosa Blütenrispen zieren dünne, überhängende Zweige und stehen zwischen filigranen, hellgrünen Fiederblättern. Es sind Schmetterlingsblüten, die von Juli bis September nach und nach aufblühen. Mit einer Höhe von maximal 200 cm eignet sich Indigofera heterantha für kleine Gärten und Terrassen. Neben seiner Vielfalt fürs Auge, bereichert er die Luft durch seinen zarten Duft.

Einmal eingewurzelt ist die Schmetterlingsblüte äußerst pflegeleicht und kommt in aller Regel mit dem natürlichen Regen aus. Sie eignet sich für naturnahe Gestaltungen und blühende Sichtschutzhecken, genauso wie als solitärer Blickpunkt im Garten oder Terrassen-Kübel.

Beide Gehölze, der Chinesische Gewürzstrauch, wie die Schmetterlingsblüte, der Name sagt’s schon, sind aufgrund ihres Pollen- und Nektarreichtums ein Eldorado für Hummeln, Bienen und andere Insekten.

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