Sommer, Sonne, Ferienzeit: Während sich die ganze Familie beim Urlaub in fremden Ländern erholt, bricht für die Pflanzen zuhause eine schwere Zeit an. Wenn keine Nachbarn oder Bekannten verfügbar sind, die das Gießen übernehmen, droht den liebevoll gepflegten Zimmerpflanzen der Tod durch Vertrocknen. Das muss nicht sein: Mit wenig Aufwand und den richtigen Tipps bringen Sie Ihre Pflanzen unbeschadet durch die heiße Urlaubszeit.

  1. Bloß nicht zu viel gießen: Bevor der Urlaub losgeht, sollten alle Pflanzen gut mit Wasser versorgt werden. Aber Vorsicht: Wenn man zu viel gießt und die Wurzeln tagelang in sumpfiger Erde stehen müssen, besteht die Gefahr, dass die Wurzeln faulen.
  2. Nicht zu sehr abdunkeln: Um den Wasserbedarf der Blumen zu senken, sollten sie nicht in der prallen Sonne stehen. Zimmerpflanzen kann man beispielsweise schützen, indem man die Vorhänge zuzieht. Dabei muss man aber darauf achten, dass es nicht zu dunkel ist. Ohne Licht keine Photosynthese – die Pflanzen hungern und bekommen gelbe Blätter.
  3. Wasserflaschen als Nahrungsspeicher: Man füllt einfach eine Flasche mit Wasser, verschließt sie und sticht in den Deckel kleine Löcher. Das Wasser in den Flaschen dient als Vorrat und soll eigentlich nur bei Bedarf nachlaufen.
  4. Blumentöpfe mit doppeltem Boden: Eine gute Methode zur Bewässerung sind Blumentöpfe oder -kästen mit doppeltem Boden. Dabei werden die Pflanzen oben gepflanzt und unten Wasser eingefüllt. Verbunden sind beide Teile über kleine Löcher, in denen Filzdochte stecken. Wenn die Erde um die Wurzeln zu trocken ist, zieht sie sich über den Filz Wasser. Allerdings ist das Wasserreservoir begrenzt. Von daher eignet sich diese Bewässerungslösung zumindest im Sommer nur für Kurzurlaube bis zu einer Woche.
  5. Wasserreservoir: Diese Methode ähnelt im Prinzip der vorhergehenden, nur ist das System improvisiert. Man verwendet einen Wasser-Vorratsbehälter, z.B. eine Wanne, und stellt die Pflanzen, – verbunden über ein saugfähiges Material, wie Ton-Granulat, Filz oder Vlies, darüber.
  6. Tonkegel: Wässern nicht vergessen! Mit der Hilfe von Tonkegeln überstehen Ihre Pflanzen den Urlaub unbeschadet. Dabei übernehmen kegelförmige Tonspitzen die Wasserversorgung. Die Tonkegel stecken in der Erde und sind über dünne Schläuche mit einem Wasserbehälter verbunden. Wenn die Erde zu trocken wird, fließt über die Schläuche Wasser nach. Sofern der Wasserbehälter groß genug ist, funktioniert die Bewässerung über mehrere Wochen problemlos.
  7. Nachbarn: Die komfortable Lösung: Am einfachsten ist es, wenn ein netter Nachbar sich um die Pflanzen kümmert. Der kann gezielt auf die jeweiligen Wetterbedingungen reagieren und jeder Pflanze genau die Pflege zukommen lassen, die sie benötigt. Damit das auch funktioniert, sollte der nette Nachbar ein erfahrener Pflanzenfreund sein, der eine bedarfsgerechte Bewässerung gut abschätzen kann.
  8. Weniger gießen mit Granulat: Wer öfter mal kurz verreist, für den lohnt es sich unter Umständen, wasserspeichernde Granulate einzusetzen. Damit überstehen die Pflanzen schon einige Tage ohne frische Wasserzufuhr. Bei Tongranulaten sollte man aber unbedingt auf den Gießanzeiger achten, um nicht zu viel Wasser zuzugeben.