Wasserpflanzen sind erst einmal „nur“ schön – sie verleihen dem Schwimmteich das gewisse Etwas. Darüber hinaus sind sie ein wichtiger Bestandteil des Lebensraums Wasser, wo sie durch die Produktion von Sauerstoff

und aktive Nährstoffaufnahme auf natürliche Weise für die Sauberkeit des Wassers sorgen. Wieso soll man sie dann überhaupt (weg)schneiden? Würde man sie nicht schneiden, sinken die absterbenden Blätter und Blüten einfach zu Boden. Dort bilden sie Sedimente bzw. Schlamm aus welchem sich Nährstoffe freisetzen können, welche das Wachstum von Algen begünstigen. Durch regelmäßigen Schnitt haben wir die Möglichkeit dem Schwimmteich auf natürliche Weise Nährstoffe zu entziehen, bzw. den Nährstoffpegel so nieder wie möglich zu halten. Leiden die Pflanzen nicht unter dem regelmäßigen Schnitt? Ähnlich einer Wiese, die zum richtigen Zeitpunkt gemäht wird, hat der Schnitt der Wasserpflanzen absolut keine schlimmen Folgen – im Gegenteil.

Was, wann, wie oft ? Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern teilen wir die Pflanzen zuerst in zwei Gruppen ein: Uferpflanzen  und Unterwasserpflanzen.

Uferpflanzen: alles was seine „Füße“ gerne ins Wassers stellt gehört hierher. Schwertlilien, Minze, Schilf, Gräser usw. Wenn die Pflanzen zu vergilben beginnen schneiden Sie Blätter und Blütenstände etwa eine Hand breit über dem Boden ab. Zwei Ausnahmen gilt es zu bedenken: die meisten Gräser sind auch im Winter standfest und von hohem Zierwert; diese können Sie erst im März schneiden, und erhalten sich so deren attraktiven Winteraspekt. Schilf sollten Sie im September- Oktober eine Hand breit über dem Wasserspiegel zurückschneiden; damit bleibt die Sauerstoffzufuhr in die Rhizome erhalten und über die Stängel findet auch im Winter eine Abgabe von Faulgasen statt.

Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzen: zu ersteren zählen z.B. die Seerosen, Teichrosen und Seekanne. Diese Pflanzen treiben vom Grund alljährlich ihre Blatt – und Blütentriebe an die Wasseroberfläche wo sie assimilieren. Über die Stängel erfolgt der Gasaustausch zu und von den Rhizomen am Boden. Im Laufe des Sommers beginnen schon erste Blätter und abgeblühte Blüten zu vergilben und sich zu Boden zu neigen. Ideal wäre es wenn Sie diese regelmäßig abreißen bevor sie sich zersetzen. Bei stark etabliertenSeerosenbeständen ist ein erster Schnitt im Sommer zu empfehlen; hierbei können Sie 1/3 bis 1/2 der Blattmasse entfernen. Im August – September sollten Sie den Großteil der Blätter entfernen bevor sie sich zu Boden setzen.

Zur Gruppe der Unterwasserpflanzen gehören die verschiedenen Laichkräuter, Tausendblatt, Wasserpest usw. Diese sind mit die wichtigsten Akteure im Schwimmteich, da sie große Mengen an Sauerstoff produzieren und Nährstoffe aufnehmen. Ab dem 2.- 3. Jahr nach der Pflanzung haben sich gewöhnlich bodendeckende Bestände im Wasser entwickelt. Diese sollten im Sommer einmal geerntet werden um somit Blattmasse = Nährstoffe dem Kreislauf zu entziehen. Dies kann durch Schwimmen oder Tauchen geschehen, wobei die Triebe abgerissen (aber nicht ausgerissen) oder geschnitten werden. Andernfalls ist auch ein Arbeiten vom Ufer oder von einem Boot aus, unter Zuhilfenahme von Sicheln und Rechen möglich.

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