Es muss nicht tonnenschwerer Granit aus China sein, oder weißer Marmorkies der sich längst mit schwarzer Patina bedeckt hat. Auch rötliche Begonien die in der Sommerhitze schmachten, sind Ausdruck einer gewissen Form

von Grabkultur, die eigentlich etwas desorientiert anmutet – um es gelinde auszudrücken. Einfachheit ist nicht gleich Verwahrlosung; mit einfachen Ideen und Mitteln können auch bei der Gestaltung von Einzelgräbern die stimmigsten Bilder geschaffen werden.

Durch Verwendung möglichst weniger Pflanzenarten wird größte Ausstrahlung von Ruhe vermittelt. Die Auswahl orientiert sich neben den Standortverhältnissen (Sonne, Schatten etc.) v.a. am Grabmal sowie an den Werten die die Hinterbliebenen vermitteln wollen. Die Form, Farbe und die Art des Grabmals bilden eine ganz wichtige Grundlage für die weitere Gestaltung mit Pflanzen. Besondere geometrische Elemente wie Kreisformen oder Schwünge, Bezüge zu Linien und Ähnliches können in der Bepflanzung wieder aufgenommen werden und so ganz charakteristische Gestaltungen ergeben.

Die s.g. Rahmenpflanzen verbinden das Grabmal mit den Bodendeckern, stellen eine Brücke zwischen dessen Material und Höhe mit der flachen Ebene her. Immergrüne, gut schnittverträgliche Gehölze wie Bux und Eibe sind sehr geeignet; aber je nach Situation kann auch schwachwüchsigen Gehölzen oder Stauden diese Rolle zukommen. Bis 25 % der Grabfläche kann die Rahmenpflanzung beanspruchen.

Der größte Teil der Grabfläche (ca. 60 %) sollte mit Bodendeckern bepflanzt werden, die durch deren flache Gestalt der Pflanzung Ruhe und Harmonie verleihen. Kriechende Zwerggehölze gehören hier her, wie Euonymus fortunei Minimus, Vinca, Thymian oder Muehlenbeckia. Aber vor allem unter den Stauden findet sich eine sehr große Zahl für die unterschiedlichsten Standorte, die sehr nieder und mattenartig wachsen wie z.B. Acaena, Cotula, Sedum oder Waldsteinia. Nur eine relativ kleine Fläche (ca. 15%) wird mit saisonaler Wechselbepflanzung bepflanzt. Diese setzt einen wohldosierten farblichen Akzent, doch ohne die restliche Gestaltung zu stören.

In diesem Sinne, mit Albert Schweitzer: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“

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