Moosmatten und Eigenschaften von Moosen

Moosmatten sind reißfest und verrottungsstabil und daher auch für eine vertikale Verwendung geeignet. Die Wasserhaltefähigkeit der Matten ist jedoch in der Vertikalen begrenzt.

Warum sind Moose für die Vertikalbegrünung geeignet?

– Sie haben ein begrenztes Höhenwachstum
– Rasenbildende Arten eignen sich für geschlossene Pflanzendecken
– Viele Moose sind ausdauernd
– Moose sind immergrün
– Moose besiedeln vertikale Flächen: Bäume, Felsen, Mauern
– Moose nehmen Nährstoffe aus Wasser und Luft über die gesamte Pflanzenoberfläche auf.

Viele Moose ertragen Austrocknung und sind daher unproblematisch bei Bewässerungsausfällen.

Vom Flachland der Meeresküsten bis zu den höchsten Bergen, von feuchten Lebensräumen – etwa in Mooren, Bächen und Seen – bis zu trockenen Wüstenregionen: überall kommen Moose vor. Einige Arten wachsen auf Bäumen und an Felsen und auch an künstlichen vertikalen Flächen wie Mauern.

Moose sind kleine Pflanzen. Sie sind im Konkurrenzkampf höheren Pflanzen oft unterlegen und weichen daher auf extreme Lebensräume aus wie z.B. vertikale, schattige oder trockene Standorte. Diese Anpassung kann man für die Vertikalbegrünung nutzen.

Moose sind wechselfeuchte Pflanzen; sie können ihren Wasserhaushalt nur begrenzt regulieren. Das Blatt vieler Moose besteht im Gegensatz zur Blattspreite der Gefäßpflanzen aus einer Zellschicht. Dadurch haben die Pflanzen eine extrem hohe Oberfläche im Verhältnis zum Gewebe. Eine Kutikula fehlt meistens. So ist ein beidseitiger Gasaustausch möglich.

Durch Haftorgane – sogenannte Rhizoide – können sich die Moose auf verschiedenen Untergründen festhalten.

Für die vertikale Anwendung von Moosmatten sind ekto-hydrische Xerophyten am besten geeignet. Xerophytische Moose ertragen längere Austrocknung. Diese Moose besitzen keinen absoluten Welkepunkt wie die Gefäßpflanzen. Ekto-hydrische Arten leiten das Wasser an der Pflanzenoberfläche. Für Moose sind Zeiten mit hoher Luftfeuchtigkeit besonders wichtig.

Aufgrund ihrer Quelleigenschaften und einer sehr großen Oberfläche mit besonderen morphologischen Anpassungen (Ausstülpungen der Zellwände, Anordnung der Blättchen) können Moose Wasser gut speichern. Zudem sind sie Hungerkünstler: Sie kommen mit wenig Nährstoffen über längere Zeiträume aus.

Die Nährstoffaufnahme erfolgt über in der Luft und im Regen gelöste Nährstoffe. Feinstaub stellt daher eine natürliche Quelle für die Ernährung dar. Feinstaub wird zu einem erheblichen Teil verstoffwechselt, wobei vermutlich auch organische Bestandteile aufgrund einer Symbiose mit Bakterien verfügbar werden. Nicht verwertbare Partikel werden festgehalten. Das macht Moose zu einem natürlichen Luftfilter.

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